Fehler 1: Alle Rechtsgebiete auf einer Seite
Der klassische Fehler: Die Kanzlei listet alle Tätigkeitsbereiche auf der Startseite auf – Familienrecht, Erbrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht. Das sieht nach Vollständigkeit aus. Für Google ist es eine Katastrophe.
Suchmaschinen ranken Seiten nach Relevanz. Eine Seite, die 15 Rechtsgebiete gleichzeitig abdeckt, ist für keines davon besonders relevant. Die Folge: Keine guten Rankings für keines der Themen.
Die Lösung: Eine eigene Unterseite (oder besser: einen eigenen Blogartikel) für jedes Rechtsgebiet. „Scheidungsanwalt München" schlägt „Anwalt für alles München" jedes Mal.
Fehler 2: Kein lokales SEO
Die meisten Mandanten suchen lokal: „Rechtsanwalt München Schwabing", „Anwalt für Erbrecht Augsburg". Wer kein lokales SEO betreibt, erscheint bei diesen Suchen nicht – egal, wie gut die Kanzlei ist.
Was lokales SEO konkret bedeutet
- Google Business Profile vollständig ausfüllen und pflegen
- Stadtname + Rechtsgebiet in Seitentitel und Meta-Beschreibungen
- Echte Bewertungen auf Google sammeln
- NAP-Konsistenz: Name, Adresse, Telefonnummer müssen überall gleich sein
Fehler 3: Kein informativer Content
Google bevorzugt Websites, die echte Fragen beantworten. Eine Kanzleiwebsite, die nur die eigene Dienstleistung beschreibt, gibt Google wenig Grund, sie hoch zu ranken.
Was funktioniert: Artikel, die häufige Mandantenfragen beantworten. „Was kostet ein Scheidungsanwalt?", „Wie lange dauert ein Erbstreit?", „Was tun bei Kündigung?" – das sind echte Suchanfragen. Wer diese Fragen beantwortet, gewinnt Sichtbarkeit und Vertrauen gleichzeitig.
Wichtig: Der Content muss substanziell sein. Dünne Texte mit 200 Wörtern helfen kaum. Google erwartet bei juristischen Themen besonders hochwertige, fundierte Inhalte (Your Money or Your Life – YMYL).
Fehler 4: Technische Probleme, die Google abstrafen
Selbst der beste Inhalt rankt schlecht, wenn die technische Basis nicht stimmt. Die häufigsten technischen Fehler:
- Langsame Ladezeit: Über 3 Sekunden bedeutet Ranking-Verlust und Besucher-Absprung
- Nicht mobiloptimiert: Google indexiert zuerst die mobile Version – wer dort schlecht abschneidet, verliert generell
- Fehlende HTTPS-Verschlüsselung: Browser zeigen Warnungen, Google wertet es negativ
- Kaputte Links: Führen zu schlechter Nutzererfahrung und geschwächtem Crawling
Ein Google PageSpeed Score unter 70 kostet messbar Besucher. Für Kanzleien, die mit Informationsvorsprung punkten wollen, ist das besonders schädlich.
Fehler 5: Keine Strategie – sondern zufälliger Content
Manche Kanzleien haben einen Blog, der seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert wurde, oder posten gelegentlich Artikel ohne klare Zielrichtung. Das schadet mehr als es nützt.
SEO braucht Konsistenz. Wer regelmäßig – mindestens einmal im Monat – hochwertigen, thematisch passenden Content veröffentlicht, baut über Monate eine messbare Sichtbarkeit auf. Das Ergebnis: Mandanten, die bereits durch den Artikel Vertrauen aufgebaut haben, bevor sie den ersten Kontakt aufnehmen.
Die SEO-Grundregel für Kanzleien
Schreiben Sie für Ihre potenziellen Mandanten – nicht für Kollegen. Erklären Sie komplexe Rechtsbegriffe. Beantworten Sie echte Fragen. Und sorgen Sie dafür, dass Google Ihre Website als die verlässlichste Quelle zu Ihrem Thema einschätzt.