Fehler 1: Die Website spricht mit sich selbst, nicht mit dem Mandanten
„Unsere Kanzlei wurde 1998 gegründet und bietet umfassende Rechtsberatung in allen Bereichen des Zivilrechts."
Wem hilft das? Niemandem.
Wer auf einer Kanzlei-Website landet, hat ein Problem. Er will wissen: Kann diese Kanzlei mir helfen? Können die meinen Fall — und verstehen sie, was auf dem Spiel steht?
Eine gute Website beantwortet das in den ersten fünf Sekunden. Nicht in Paragrafen. In klaren, menschlichen Sätzen.
Die Faustregel: Ersetzen Sie „Wir" durch „Sie" — und schauen Sie, ob Ihre Texte noch Sinn ergeben. Wenn ja, sind Sie auf dem richtigen Weg.
Fehler 2: Mobile wird als Nebensache behandelt
Mehr als 60 % aller Google-Suchanfragen kommen vom Smartphone. Auch und gerade von Menschen in akuten Rechtssituationen — unterwegs, gestresst, auf der Suche nach schneller Orientierung.
Wenn Ihre Website auf dem Handy zoomt, hackt oder langsam lädt: Der Mandant ist weg. In drei Sekunden. Ohne Anruf.
Das ist kein technisches Detail. Das ist der erste Eindruck Ihrer Kanzlei — und in München hat Ihr Mitbewerber meistens eine schnellere Seite.
Fehler 3: Keine Ortsbezüge — und damit kein Google
„Anwalt für Arbeitsrecht" — das sucht niemand.
„Anwalt Arbeitsrecht München" — das suchen Tausende jeden Monat.
Wer in München oder Stuttgart eine Kanzlei betreibt und auf seiner Website nie den Stadtnamen oder das Bundesland schreibt, existiert für Google nicht als lokaler Anbieter. „Anwalt Familienrecht Stuttgart", „Kanzlei Arbeitsrecht München", „Mietrecht Rechtsanwalt Baden-Württemberg" — das sind die Suchen echter Mandanten. Wer dort nicht auftaucht, verliert.
Lokales SEO ist für Anwälte keine Kür. Es ist die Grundvoraussetzung für Online-Sichtbarkeit. Und es ist einer der häufigsten Fehler, die ich sehe.
Fehler 4: Zu viele Rechtsgebiete, kein klares Profil
„Wir beraten in: Arbeitsrecht, Familienrecht, Mietrecht, Erbrecht, Verkehrsrecht, Strafrecht, Gesellschaftsrecht, Steuerrecht …"
Verständlich. Kanzleien sind oft breit aufgestellt. Aber für den suchenden Mandanten wirkt eine endlose Liste nicht wie Kompetenz — sie wirkt wie Beliebigkeit.
Wer bei Google nach einem Fachanwalt für Familienrecht in München sucht, klickt eher auf eine Kanzlei, die genau das im Mittelpunkt hat. Nicht auf eine, die alles anbietet und dabei nichts hervorhebt.
Das bedeutet nicht, Leistungen zu streichen. Es bedeutet, sie klug zu strukturieren — mit einer klaren Hauptbotschaft und gut geordneten Unterseiten.
Fehler 5: Kein konkreter nächster Schritt
Der Mandant hat die Seite gelesen. Er ist überzeugt. Und jetzt?
Wenn Ihre Website an dieser Stelle nur eine allgemeine Kontaktseite anbietet — kein Erstgespräch, keine Orientierung, kein klares Angebot — verlieren Sie genau dort, wo der Mandant am nächsten ist.
Ein einfaches Angebot für ein kostenloses Erstgespräch, klar platziert, ohne Schwellenangst: Das kostet nichts extra. Und es macht den Unterschied zwischen „Ich ruf vielleicht mal an" und „Ich rufe jetzt an."
Was das kostet — und was es bringt
Eine Website, die diese fünf Fehler nicht macht, ist kein Luxusprojekt. Sie ist ein Werkzeug, das sich amortisiert. Ein einziges Mandat, das über die Website kommt, rechtfertigt in den meisten Fällen die gesamte Investition.
Ich baue Kanzlei-Websites in München, Stuttgart und ganz Deutschland — technisch sauber, lokal optimiert und so strukturiert, dass potenzielle Mandanten sie finden, bevor sie die Konkurrenz anrufen.